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HomeDas Atelier Righini FriesAtelierblog# 158 Sanierung

# 158 Sanierung

15. Juni 2026

Hanny Fries: Grosse Baustelle abends, 1971, Öl auf Leinwand, Inv.Nr. HF 60. Foto: Reto Pedrini. © Stiftung Righini-Fries Zürich
Baustelle Atelier Righini Fries, 2026. Foto © Stiftung Righini-Fries

Diese Woche sind die Bagger vorgefahren. Die Liegenschaft an der Klosbachstrasse 150 wird energetisch saniert.

Die alte Ölheizung wird durch eine Erdsonden-Wärmepumpe ersetzt. Dafür muss bis zu 300 Meter tief gebohrt werden. Um die neu gewonnene Wärme bestmöglich zu nutzen, werden zusätzliche Dämmarbeiten ausgeführt und einige Fenster im Ateliertrakt erneuert. Die Righini-Fries-Villa bleibt bis in den Herbst hinein eine Baustelle, weshalb die Herbstausstellung leider ausfallen muss.

Baustelle Atelier Righini Fries, 2026. Foto © Stiftung Righini-Fries
Atelier Righini Fries mit Baugerüst, 2026. Foto © Stiftung Righini-Fries Zürich

Die Liegenschaft wurde 1897 von Francesco Righini, dem Vater von Sigismund Righini, erbaut. Inspiriert von seiner Tessiner Heimat, liess der Baumeister und Dekorationsmaler Francesco Righini, ein mehrgeschossiges Gebäude mit Loggien errichten und versah es mit Fresken und Stukkaturen im Innern und einem terrakottafarbenen Anstrich Aussen. Für seinen Sohn, der zu dieser Zeit in Paris studierte, baute er auch gleich ein grosszügiges Atelier an, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde und heute als Ausstellungsraum genutzt wird.

Eine erste grosse Sanierung des Hauses erfolgte 1938, als nach dem Tod von Sigismund Righini sein Schwiegersohn Willy Fries mit seiner Familie dort einzog. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die erste Zentralheizung installiert, was einen grossen Komfortgewinn mit sich brachte. Willy Fries schrieb über die Bauarbeiten an seine Tochter Hanny Fries: «War heut bei Grossmama Righini [an der Klosbachstrasse], um mit den Handwerkern zu verhandeln […]. Heute ist der Öltank in die Grube im Garten versenkt worden. Mama Righini ist den ganzen Tag am Fenster gestanden, um zuzusehen und ihre Beobachtungen an den Männern zu machen. «Nur einer hat die Hosenträger, die anderen müssen alleweil die Hose wieder raufziehen, köstlich!» erklärte sie mir.» [N Hanny Fries 2 (2)]

Die nächsten grösseren Umbauarbeiten veranlasste dann wiederum Hanny Fries in den späten 1960er-Jahren, als sie ihrerseits nach dem Tod ihres Vaters, das Elternhaus übernahm. Das Atelier wurde in der Höhe redimensioniert und darüber noch eine Wohnung eingebaut. Im Untergeschoss richtete man Gewerberäume ein, sodass 1968 das Grafikbüro B + P von Beno Blumenstein und Jacques Plancherel dort einziehen konnte.

Das aktuelle Heizsystem stammt von 1992. Nun wird der fossile Energieträger durch eine emissionsarme und nachhaltige Lösung ersetzt.   

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