

Sigismund Righini überrascht immer wieder mit ungewöhnlichen Bildausschnitten.
In diesem Fall hat er den langen Spitzturm der Kirche von Witikon kurzerhand abgeschnitten. Ihn interessierte mehr die verschachtelte Komposition des Gebäudes und die farblichen Akzente, die er mit der gelben Fassade, dem roten Turmaufsatz und dem Grün der Fensterläden setzen konnte. Er nahm jeweils nur bestimmte Partien in den Fokus. Auch beim Kirchlein von Bedigliora war es die blaue Fassadenfarbe, die ihn mehr faszinierte als der Glockenturm.


Als Righini die oben gezeigte Kirche von Witikon im Jahr 1912 malte, gab es nur diese eine. In den 1950er Jahren wurde eine neue Kirche errichtet, sodass sie seither als «Alte Kirche Witikon» bezeichnet wird. Sie ist eine evangelisch-reformierte Kirche und erhebt sich auf einer Hügelkuppe auf 629 m. ü. M. Damit ist sie die höchstgelegene Kirche der Stadt Zürich. Sie findet im Jahr 1270 erstmals urkundliche Erwähnung, als die ursprüngliche, dem Heiligen Otmar geweihte romanische Kapelle erweitert wurde. Im Jahr 1768 wurde die Kirche zu einem grosszügigen Predigtraum ausgebaut. Die umliegenden Wiesen wurden im 20. Jahrhundert unter Bauverbot gestellt, sodass die Kirche ihr Erscheinungsbild bewahren konnte. Seit 1986 steht sie unter Denkmalschutz. Nach Renovierungsarbeiten erstrahlt sie seit diesem Jahr wieder in neuem Glanz. – Warum nicht an Ostern zu dieser Kirche hinaufspazieren? Vom Kirchhügel präsentiert sich bei schönem Wetter ein prächtiger Panoramablick. – Das Atelier Righini Fries wünscht Ihnen farbenfrohe Ostern!
Quellen: Wikipedia, reformiert-zuerich.ch
